Buchtipp „Touch of Ink: Die Sage der Wandler“

Wer oder was streift eigentlich bei Nacht durch unsere Wälder?

Eine Frage, die Quinns ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte. Ihr Umzug nach Nanaimo und ihr dort beginnendes Studium sind als Neustart gedacht gewesen, doch schnell verstrickt sie sich in ein Mysterium nach dem anderen. Warum verhalten sich viele der Menschen um sie herum so merkwürdig? Wohin ist ihre Kommilitonin Maya verschwunden? Sie fühlt sich beobachtet, und zu allem Übel suchen sie immer weitere Anfälle heim. All das scheint auf ominöse Weise mit der Tätowierung in ihrem Nacken zu tun zu haben, welche ihr seit ihrer Kindheit Rätsel aufgibt…

Touch of Ink: Die Sage der Wandler, geschrieben von Stefanie Lasthaus, erschienen im Ravensburger Verlag

Stefanie Lasthaus hat mit Touch of Ink ein Tor in eine faszinierende Welt geöffnet. Im ersten Band ihrer Dilogie taucht man als Leser_in langsam in die Welt der Wandler ein, erzählt wird aus den Perspektiven von Quinn und Nathan, den sie zu Beginn der Geschichte kennenlernt. Die Geheimnisse, welche in Nanaimo schlummern, sind stetig spannend und fesselnd, dennoch behält das Buch ein eher ruhigeres Erzähltempo bei. Ausgerechnet in den letzten Kapiteln nimmt das Tempo ein wenig zu stark zu, doch trübt dies das Gesamtbild glücklicherweise kaum merklich.

Die Geschichte wird vor allem durch die gut geschriebenen und sympathischen Charaktere getragen, welche einem allesamt schnell ans Herz wachsen. Touch of Ink ist ins Romantasy-Genre einzuordnen, doch fühlte sich der Schwerpunkt für mich eher auf Seiten des Fantasy-Aspekts gelagert an. Die romantischen Gefühle sind zwar allgegenwärtig, doch können eher selten die Faszination gegenüber den verschiedensten Geheimnissen übertönen. Für mich fühlte sich diese Art der Romantik deutlich natürlicher an als in manch anderen Geschichten, in denen nach zwanzig Seiten nur noch von großem Herzklopfen die Rede ist, doch ist dies mit Sicherheit Geschmackssache.

Quinns Eintauchen in die Welt der Wandler eignet sich perfekt für die gerade aufkommende Herbstzeit, und liest sich meiner Erfahrung nach besonders gut bei prasselndem Regen mit einer warmen Tasse Kaffee oder Tee auf der Fensterbank. Den zweiten Band habe ich zum aktuellen Zeitpunkt erst etwa zur Hälfte gelesen, doch baut er die Stärken des Vorgängers weiter aus und bleibt spannend. Empfehlenswert ist das Buch für Jugendliche und junge Erwachsene.

Wer also ein eher ruhiges, und bis dato auch nicht allzu blutiges Romantasy-Buch sucht, dürfte hier fündig werden!

(Sam)

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